stationäre Hilfen

WG-Breitscheid

Das Angebot der integrativen Wohngruppe richtet sich an Jugendliche von 12 – 21 Jahren,
die, wie in dieser Altersklasse häufiger auftretende, schwierige (Jugendhilfe)-Biographien haben und besondere Bedingungen benötigen. Die WG-Breitscheid kann eine adäquate Alternative zu tradierten stationären Angeboten sein. Besonders dann, wenn ein erhöhtes Maß an schulproblematischem Verhalten oder gar Schulabstinenz vorliegt.

Es bestehen oft Diskrepanzen zwischen eigenen Ressourcen und Möglichkeiten der Jugendlichen, im Vergleich zu den tatsächlichen Anforderungen an Ausbildung und Lebensgestaltung. Hier „klaffen“ Wunsch und Wirklichkeit deutlich auseinander und erfordern eine intensive Begleitung des/der Einzelnen, bei der Anpassung an realistische Ziele und machbare Entwicklungsschritte. Schullaufbahnen mit Schulabstinenz behindern langfristig eine adäquate Eingliederung der jungen Menschen in unsere Gesellschaft. Dieser Umstand gefährdet eine „gesunde“ Entwicklung maßgeblich und leider auch nachhaltig.
Die “WG-Breitscheid” kann sowohl durch die Betreuungsstruktur, als durch die räumlichen Gegebenheiten die nötigen Räume für günstige Verhaltensänderungen begünstigen. Der Arbeit mit den verschiedenen Formen von schulproblematischem Verhalten kommt eine besondere Bedeutung zu. Die “Teil-Beschulung” innerhalb einer Einrichtung kann und soll Schule nicht ersetzen aber einen Kontext schaffen, in dem die Herausforderung Schule schrittweise und im Tempo der Kinder und Jugendlichen bewältigt wird. Die besondere “Beschulung” für akut nicht schulfähige Kinder oder Jugendliche soll also grundsätzlich eine zeitweise Intervention, mit dem Ziel der Reintegration in eine Regelbeschulung, darstellen.